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Deutsch in der Schweiz –
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Infomail 34

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Liebe Leserinnen und Leser

Wir freuen uns, Ihnen just vor den Festtagen unseren letzten Newsletter für das Jahr 2024 zusenden zu dürfen! Sie finden hier zunächst eine Zusammenstellung der aktuellen Änderungen bei fide, was in erster Linie die Ausstellung von Sprachenpässen auf der Basis eines anerkannten Sprachzertifikats sowie den internen Wechsel in einer Bereichsleitung unserer Geschäftsstelle anbelangt. Ausserdem finden Sie wiederum eine Rubrik, in der Ihnen Hrisztalina Hrisztova-Gotthardt, die Leiterin der Qualitätssicherung und Entwicklung fide-Test und fide-Test edu, von ihrer gegenwärtigen Tätigkeit berichtet. Dieses Mal geht es um die Erprobung neu entwickelter fide-Testaufgaben. Ferner hat Ihnen Stephanie Assmus, die Verantwortliche für den deutschsprachigen Bereich unseres Verfahrens «fide-Dossier», eine zusammenfassende Überblicksdarstellung aller wichtigen Informationen zu unserem entsprechenden Angebot vorbereitet. Ausserdem freut es uns, Ihnen gegen Ende des Newsletters einen Einblick in den diesjährigen Ausflug der fide-Belegschaft zu gewähren.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle fide wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre

Ausstellung eines Sprachenpasses aufgrund eines anerkannten Sprachzertifikats

Ab dem 1. Januar 2025 wird die Umwandlung der anerkannten Sprachzertifikate in fide-Sprachenpässe nicht mehr möglich sein. Anerkannte Sprachzertifikate können ab diesem Zeitpunkt jedoch direkt bei den zuständigen Behörden eingereicht werden.

Information zum Wechsel in der Bereichsleitung Qualifizierung Sprachkursleitende

In der Geschäftsstelle fide gibt es Neuerungen zum Jahresende: So überträgt Olivia Walther die Leitung des Bereichs Qualifizierung von Sprachkursleitenden im Integrationsbereich in neue Hände, als Expertin bleibt sie der Geschäftsstelle fide jedoch in verschiedenen Funktionen erhalten. Wir schätzen uns glücklich, dass wir weiterhin auf ihre Expertise zurückgreifen dürfen und danken Olivia ganz herzlich für ihr unermüdliches Wirken zu Gunsten von fide.

Nach einem längeren Prozess haben wir uns dazu entschieden, die Ressourcen zu bündeln und die offene Stelle intern zu besetzen. Sowohl fachlich als auch organisatorisch ist der Zusammenschluss der Bereiche Qualifizierung von Sprachkursleitenden im Integrationsbereich und Qualitätskonzept fide und fide-Label absolut sinnvoll.

Wir freuen uns sehr, dass Nora Prencipe seit dem 22. November 2024, nebst ihren bisherigen Tätigkeiten an der Geschäftsstelle fide die Leitung des Bereichs Qualifizierung von Sprachkursleitenden im Integrationsbereich übernimmt. Sie ist seit Januar 2023 als Bereichsleiterin Qualitätskonzept fide und fide-Label tätig und durfte seitdem vertieften Einblick in verschiedene andere Sparten des fide-Systems nehmen. Wir danken Nora Prencipe ganz herzlich für ihre Bereitschaft, sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen und wünschen ihr von Herzen ein gutes Ankommen und viel Energie.

Olivia Walther wird ihre Arbeiten am Projekt «Revision der fide-Module»noch zu Ende führen. Bei Anliegen und Anfragen können Sie Nora Prencipe unter dieser Mailadresse: nora.prencipe@fide-info.ch und dieser Direktnummer: + 41 31 961 00 41 erreichen.

Erprobung neu entwickelter Testaufgaben: Das «Was», «Wie» und «Warum»?

Basierend auf Empfehlungen internationaler Expertinnen und Experten und auf bewährten Praktiken etablierter Testanbieter werden alle neu entwickelten fide-Testaufgaben vor ihrem Einsatz als Teil echter Testversionen erprobt. Bei der Organisation und Durchführung der Erprobungen wird grosser Wert auf die möglichst realitätsnahe Nachbildung der echten Prüfungssituation gelegt. Das betrifft u.a. folgende Aspekte:

  • Zusammensetzung der Probanden
    Die Probanden sollen möglichst genau das Profil der potenziellen Teilnehmenden widerspiegeln. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass der Inhalt und das Format der Testaufgaben im Hinblick auf die anvisierte Testpopulation (in die Schweiz zugewanderte Personen mit Sprachkenntnissen auf den Niveaus A1-B1) und den vordefinierten Zweck des Tests (Nachweis über das Niveau der sprachlichen Integration in der Schweiz) angemessen sind.

  • Anzahl der Probanden
    Jede neu entwickelte Aufgabe wird von ausreichend Probanden bearbeitet, sodass nach den Erprobungen genügend Testergebnisse vorliegen, die statistisch ausgewertet werden können. Die statistischen Analysen geben Aufschluss über den Schwierigkeitsgrad, das Niveau und die Fähigkeit der Aufgaben, zwischen unterschiedlichen Leistungsgruppen zu differenzieren. Items bzw. Fragen und Aufgaben, die laut den statistischen Analysen auffällig sind, werden nach den Erprobungen entsprechend angepasst.

  • Durchführung unter Prüfungsbedingungen
    Die Probeläufe werden unter realen Prüfungsbedingungen durchgeführt. Abweichungen von echten Prüfungsbedingungen, etwa durch zusätzliche Zeit oder unzulässige Hilfsmittel, würden die Ergebnisse verzerren und deren Aussagekraft beeinträchtigen.


Ferner werden während der Probeläufe Rückmeldungen von allen Beteiligten gesammelt.  Das Feedback der Probanden zum Inhalt und zur Schwierigkeit der Aufgaben, zur Verständlichkeit der Anweisungen, zur Klarheit der Illustrationen, zum vorgegeben Zeitrahmen für das Absolvieren des Tests usw. trägt dazu bei, potenzielle Unzulänglichkeiten rechtzeitig zu identifizieren und noch vor dem Einsatz der jeweiligen Aufgabe im Rahmen eines Live-Tests zu beheben. Genauso wichtig und wertvoll ist die qualitative Einschätzung der Testaufgaben durch die erprobenden Lehrkräfte und Durchführenden, die im Prozess der Aufgabenoptimierung ebenfalls berücksichtigt wird.

Die Erprobung neu entwickelter Testaufgaben stellt eine wichtige Etappe im Testentwicklungsprozess dar. Obwohl Aufgabenautorinnen und  -autoren sich strikt an die sog. Testspezifikationen halten, in denen alle Aufgabenformate sehr detailliert und präzise beschrieben sind, und obwohl alle Aufgabenentwürfe anschliessend von mehreren Fachpersonen begutachtet und revidiert werden, stellt sich erst im Laufe der Probeläufe heraus, ob die Teilnehmenden genauso auf die Aufgaben reagieren und diese bewältigen, wie dies vom Testentwicklungsteam vorgesehen wurde.

Nur die Aufgaben, die diese «Feuerprobe» bestehen und sich als geeignet für den vordefinierten Testzweck erweisen, werden in die Live-Versionen des fide-Tests übernommen.

Aufgabenerprobungen sind jedoch nicht nur für den jeweiligen Testanbieter und die potenziellen Testteilnehmenden vorteilhaft. Die Erprobungsteilnehmenden profitieren ebenfalls davon, indem sie ein direktes und objektives Feedback über den aktuellen Stand ihrer Sprachkenntnisse erhalten und sich mit einem Testformat vertraut machen, das in der Schweiz im Rahmen von ausländer- und bürgerrechtlichen Verfahren anerkannt ist. Und nicht zuletzt können die Ergebnisse der Sprachlernenden wichtige Anhaltspunkte für ihre Lehrkräfte liefern in Bezug auf Sprachkenntnisse und -fertigkeiten, die erweitert und weiterentwickelt werden müssen bzw. können.

In diesem Sinne können die Erprobungen neu entwickelter Aufgaben als ein richtiger Zugewinn für alle Beteiligten bezeichnet werden. Institutionen, die an einer Mitwirkung bei diesem spannenden Projekt interessiert sind, können ihr Interesse direkt bei der Geschäftsstelle fide bekunden. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit!

Das fide-Dossier – der kurze und schnelle Weg zum Sprachenpass B1

Sie benötigen einen Sprachnachweis B1? Sie sprechen bereits gut Deutsch, haben aber kein Zertifikat/Diplom, das von den Behörden anerkannt ist?

Mit dem verkürzten Verfahren fide-Dossier können Sie Ihre Sprachkenntnisse auf dem Niveau B1 überprüfen lassen. Treffen finden regelmässig in Bern, Luzern und Zürich statt.

  • Sprachnachweis: fide-Dossier
  • Kosten: CHF 150.00
  • Dauer: Maximal 45 Minuten (10-15 Minuten Gespräch, 30 Minuten schriftlich)
  • Anmeldung: Spätestens 5 Tage vor dem Termin
  • Erhalt des Sprachenpasses: Innerhalb von 3-5 Werktagen nach Durchführung des Treffens
  • Voraussetzungen: Gute Sprachkenntnisse (zwingend B1+ oder besser)
  • Mögliche Nachweise:
    • Arbeitszeugnis mit Sprachbezug
    • Teilnahmebescheinigung eines Deutschkurses (B2/C1/C2)
    • Weiterbildung auf Deutsch oder ähnliche Dokumente

Die fide-Workshops für Anfang 2025

Mit den Workshop Inhalten von 2025 gehen wir einerseits auf aktuelle Bedürfnisse aus dem Feld und andererseits auf die Änderungen der fide-Module ein. Dank den Workshops erhalten Sprachkursleitende konkrete Anregungen zur Umsetzung der fide-Prinzipien.


Samstag, 08. Februar 2025 / 09.00 – 17.00 Uhr
Szenariobasierter Unterricht im lehrwerkgestützten Unterricht
mit Christian Kessler, Kursleiter DaZ, Prüfer fide-Test, langjähriger fide-Experte

Durchführungsort: Geschäftsstelle fide, Haslerstrasse 21, 3008 Bern

Anmeldung
Anmeldefrist: 20. Januar 2025


Samstag, 22. März 2025 / 09.00 – 16.30 Uhr
Wie kann ich meine Teilnehmenden auf den fide-Test vorbereiten?
mit Christian Kessler, Kursleiter DaZ, Prüfer fide-Test, langjähriger fide-Experte

Durchführungsort: Schulzentrum Bahnhof BBZB und Berufsmaturität, Robert-Zünd-Strasse 4-6, 6002 Luzern, Grosses Sitzungszimmer

Anmeldung
Anmeldefrist: 1. März 2025


Samstag, 5. April 2025 / 09.00 – 17.00 Uhr
Fokus didaktische Reduktion: Mit System zu einem effizienteren Unterricht
mit Sabrina Di Bella, Ausbilderin FA und SBU, Sprachkursleiterin Integration, Digital Trainerin

Durchführungsort: Zürich

Anmeldung
Anmeldefrist: 15. März 2025


  • Nützliche Informationen: 
    • Wenn Sie sich nach der Anmeldefrist noch für einen Workshop anmelden möchten, dann schreiben Sie bitte ein E-Mail an evelin.rupp@fide-info.ch.
    • Das gesamte Workshop-Programm finden Sie auf unserer Internetseite.
    • CHF 150.– pro Person.
    • Die Rechnung wird nach bestätigter Durchführung des Workshops per Mail ausgestellt.

Der Ausflug der fide-Belegschaft: Eine pelzige Überraschung!

Es freut uns, Ihnen von unserem alljährlichen Weihnachtsausflug zu berichten. Die Aktivität war als Überraschung geplant gewesen, weshalb die fide-Mitarbeitenden in den Tagen vor unserer Reise über deren Zielort rätselten und mutmassten. Auch als wir alle im Zug in Richtung Olten sassen und uns die Zeit mit einem Rätselspiel vertrieben, herrschte bei den meisten immer noch Ahnungslosigkeit. Die Freude und das Erstaunen waren dementsprechend gross, nachdem wir auf dem Erlebnishof «Gnöd 5» in Hägendorf angekommen waren und erfahren hatten, dass unser Abend eine Spazier- und Streichelsession mit Lamas und Alpakas beinhalten würde! Später liessen wir den Abend bei einem gemütlichen Fondue-Essen – ebenfalls im Beisein unserer tierischen Begleiter! – ausklingen.

Der Ausflug der fide-Belegschaft: Eine pelzige Überraschung!

Grussbotschaft von Nelly Langenegger, Leiterin der Geschäftsstelle fide

Ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu. Sie und wir alle, die in der Integrationsförderung tätig sind, wurden wiederum stark gefordert. Dass wir, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle fide, diese Herausforderungen meistern können, ist wertvollen Organisationen und Personen wie Ihnen zu verdanken. Besonders dankbar bin ich für die rege Zusammenarbeit und den wertvollen Austausch, der uns alle weitergebracht hat. Ohne Sie wären wir nicht in der Lage gewesen, wichtige Impulse zu setzen und unsere Projekte, die einen wesentlichen Beitrag zur Integration von Migrantinnen und Migranten in der Schweiz leisten, erfolgreich umzusetzen.

Dies ist alles andere als selbstverständlich und zum Jahreswechsel möchte ich die Gelegenheit nutzen, um Ihnen herzlich zu danken. Ein herzlicher Dank gilt daher jedem Einzelnen von Ihnen für das Engagement, die Unterstützung und das Vertrauen, das Sie uns entgegengebracht haben. Vielen Dank für die konstruktive Kooperation! Es ist für mich sehr wichtig zu wissen, dass Sie «da» bzw. «dort» sind, wo die Integration wirklich stattfindet – in den Gemeinden, bei den Bildungsinstitutionen, in den Netzwerken, die unsere Arbeit unterstützen und vorantreiben. Denn auf jeden Einzelnen kommt es an.

Ich freue mich darauf, auch im kommenden Jahr weiterhin gemeinsam mit Ihnen die Zukunft zu gestalten – für eine Schweiz, in der Integration gelingt und alle Menschen eine gleichberechtigte Chance auf Teilhabe haben.

Herzliche Grüsse 

Nelly Langenegger

Geschäftsstelle fide
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