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Deutsch in der Schweiz –
lernen, lehren, beurteilen
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Liebe Leserinnen und Leser

Die Kälte des Winters weicht und macht Platz für die Wärme des Frühlings. Die Natur erwacht aus ihrem Winterschlaf und ein Neustart beginnt. Es ist die perfekte Zeit, Dinge anzupacken, der Kreativität freien Lauf zu lassen und mit frischer Motivation durchzustarten.

In dieser Frühlingsausgabe erwarten Sie diese spannenden Beiträge aus dem fide-Universum:

  • Porträts der neusten Mitarbeitenden auf der Geschäftsstelle fide
  • Offene Stellen der Geschäftsstelle fide
  • Bericht zur Optimierung des fide-Label-Verfahrens
  • Neuheit im fide-Shop
  • Informationen zu den aktuellsten Workshops von fide

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen.

Herzliche Grüsse

Ihr fide-Team

Neue Mitarbeitende der Geschäftsstelle fide

An unserer Geschäftsstelle in Bern haben wir einige neue Gesichter. Gerne stellen wir Ihnen in kurzen Porträts unsere beiden neusten Mitarbeitenden vor. Erfahren Sie, was sie tun, was ihnen Energie spendet, was ihr schönstes Lernerlebnis mit einer Sprache ist und was sie für ihre Work-Life-Balance tun.

Porträt Olena Lutoshkyna

Porträt Olena Lutoshkyna

Was ist deine Position bei fide und wofür bist du zuständig?

Seit Oktober letzten Jahres arbeite ich als Mitarbeiterin Administration fide-Test und bin für die Ausstellung der Sprachenpässe zuständig. Ich bearbeite die Bewertungsbögen und Testergebnisse, überprüfe und digitalisiere die Resultate und erfasse die Daten im System. Meine Arbeit bildet den abschliessenden Schritt im gesamten Prozess: Nach allen vorherigen Bearbeitungsschritten stellen wir die Sprachenpässe aus, drucken und versenden sie.

Was war dein bisher schönstes Lernerlebnis mit einer Sprache?

Ich bin aus der Ukraine in die Schweiz gekommen und bin immer noch dabei, Deutsch zu lernen. Es ist mittlerweile mein grösstes Hobby geworden. Ein besonders schönes Erlebnis hatte ich zu Beginn meiner Zeit in der Schweiz. Ich arbeitete in einem Restaurant und verstand noch nicht alles auf Deutsch. Ein Gast hat mir damals mit der Rechnung geholfen und sehr geduldig mit mir gesprochen. Aus dieser Begegnung ist eine Freundschaft entstanden – heute ist er einer meiner besten Freunde. Dieses Erlebnis hat mir gezeigt, wie verbindend Sprache sein kann.

Welche kleine Gewohnheit oder «Energiequelle» begleitet dich durch den Arbeitsalltag ?

Meine grösste Energiequelle finde ich tatsächlich in der Arbeit selbst. Wenn mir gefällt, was ich mache, wenn die Atmosphäre stimmt und ich mich mit meinen Kolleginnen und Kollegen wohlfühle, gibt mir das sehr viel Energie. Besonders motiviert mich auch, wenn ich am Ende des Tages das Ergebnis meiner Arbeit sehe. Eine kleine Gewohnheit von mir ist es, zwischendurch kurz ein Bild eines Sonnenaufgangs oder eines Wasserfalls anzuschauen. Diese Naturbilder geben mir Ruhe und neue Kraft. Danach kann ich wieder konzentriert und mit frischer Energie weiterarbeiten.

Was machst du neben der Arbeit – auch für deine Work-Life-Balance?

Ehrlich gesagt habe ich meine perfekte Work-Life-Balance noch nicht ganz gefunden. Manchmal gibt es ein Übergewicht in die eine Richtung, manchmal in die andere. Es ist ein Prozess, und ich lerne immer noch, besser auf mich zu achten. Ich versuche, durch kleine, bewusste Schritte mehr Balance zu halten – zum Beispiel durch Bewegung, gesunde Ernährung und ausreichend Erholung. Das hilft mir, körperlich und mental im Gleichgewicht zu bleiben. Wenn ich die Möglichkeit habe, besuche ich sehr gerne Museen oder entdecke neue Orte. Das inspiriert mich und gibt mir neue Perspektiven. In der Schweiz habe ich den Eindruck, dass viele Menschen die Work-Life-Balance sehr bewusst leben. Das beeindruckt mich sehr, und ich nehme mir daran ein Beispiel. Schritt für Schritt versuche ich, meinen eigenen Weg zu finden.

Porträt Olena Oleshko

Porträt Olena Oleshko

Was ist deine Position bei fide und wofür bist du zuständig?

Bei der Geschäftsstelle fide arbeite ich in der Administration des fide-Tests und des fide-Tests edu. Ich bin Teil des Teams, welches für das Auspacken und die erste Prüfung der durchgeführten Tests zuständig ist. Dabei überprüfe ich die Unterlagen auf Vollständigkeit und Qualität, damit die Auswertung korrekt durchgeführt werden kann.

Was war dein bisher schönstes Lernerlebnis mit einer Sprache?

Mein bisher schönstes Lernerlebnis war mein Deutschkurs in der Schweiz. In dieser Zeit konnte ich nicht nur meine Sprachkenntnisse vertiefen, sondern auch einen intensiven Einblick in die Kultur gewinnen. Besonders faszinierend finde ich die Möglichkeit, im Deutschen neue Wörter aus mehreren Bestandteilen zu bilden, die oft eine sehr präzise und tiefgehende Bedeutung haben.

Welche kleine Gewohnheit oder «Energiequelle» begleitet dich durch den Arbeitsalltag ?

Eine kleine, aber wichtige Energiequelle in meinem Arbeitsalltag ist eine Tasse Kaffee in Kombination mit einem kurzen Moment an der frischen Luft – idealerweise mit Blick auf die Berge und die Stadt. Diese kurze Pause hilft mir, zur Ruhe zu kommen, meine Gedanken zu ordnen und mit neuer Energie weiterzuarbeiten.

Was machst du neben der Arbeit – auch für deine Work-Life-Balance?

Ich treibe regelmässig Sport – insbesondere Wandern in den Bergen, Leichtathletik sowie Schwimmen im Sommer. Darüber hinaus pflege ich den Austausch mit Freunden, beschäftige mich mit dem Lernen von Sprachen und arbeite bewusst an meiner persönlichen Entwicklung und meinem Denken. Diese Aktivitäten helfen mir, eine gesunde Work-Life-Balance zu bewahren.

fide-Label: Das optimierte Verfahren ist etabliert

Die Optimierung des fide-Label-Verfahrens ist abgeschlossen.
Das neue Verfahren ist inzwischen erfolgreich implementiert und bewährt sich in der Praxis. Mit klareren Strukturen, präziseren Dokumenten und einer transparenten Beurteilungssystematik bietet das überarbeitete Verfahren sowohl Auftraggebenden als auch Kursanbietern eine verlässliche Grundlage für Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung im Bereich der Sprachförderung von erwachsenen Migrantinnen und Migranten.


 Was ist das fide-Label – und welche Ziele verfolgt es?

Das fide-Label ist eine Qualitätsauszeichnung für Sprachkursangebote im Integrationsbereich, die das Qualitätskonzept fide umsetzen.

Im Zentrum stehen:

  • die didaktische Umsetzung der fide-Prinzipien (Standards D),
  • tragfähige organisatorische Rahmenbedingungen (Standards O),
  • eine kontinuierliche Qualitätsentwicklung auf Angebots- und Institutionsebene.

Für auftraggebende Stellen und Behörden schafft das fide-Label Transparenz, Vergleichbarkeit und Verlässlichkeit in der Qualität der geförderten Angebote. Für Kursanbieter bietet es Orientierung, strukturierte fachliche Rückmeldungen sowie eine professionelle Begleitung in der Weiterentwicklung ihrer Angebote.


Wichtige Optimierungen im Label-Verfahren

Im Rahmen der Überarbeitung wurden zentrale Elemente weiterentwickelt:

Verlängerte Laufzeit: Die Laufzeit des fide-Labels beträgt neu drei Jahre.

Kontinuierliche Qualitätssicherung: Während der Laufzeit finden jährliche Kursvisitationen durch fide-Label-Expertinnen und -Experten statt. Diese sichern die nachhaltige Umsetzung der Standards und ermöglichen eine kontinuierliche fachliche Rückmeldung.

Erweiterte Definition des «Kursangebots»: Die Definition des «fide-Kursangebots» wurde erweitert. Neu ist es möglich, innerhalb eines einheitlichen Angebotskonzepts Varianten zu definieren, beispielsweise:

  • unterschiedliche Zielsprachen
  • verschiedene Niveaustufen
  • unterschiedliche Kursfrequenzen oder Stundenvolumen
  • verschiedene Durchführungsorte oder Kursleitungen

Voraussetzung ist, dass das Angebotskonzept in sich stimmig bleibt und die didaktischen sowie organisatorischen Grundlagen klar beschrieben sind. Diese Erweiterung erhöht die Flexibilität für Kursanbieter und schafft gleichzeitig Transparenz und Struktur für Auftraggebende.

Differenzierte Beurteilung der Standards: Die Umsetzung der Standards wird in klar definierten Erfüllungsgraden beurteilt (von «im Ansatz erfüllt» bis «optimal erfüllt»). Damit wird Qualität nicht nur überprüft, sondern differenziert beschrieben und gezielt weiterentwickelt.

Neue Dokumente stehen online zur Verfügung: Alle aktualisierten Dokumente sind in diesem Downloadbereich auf unserer Website verfügbar.

Zur Orientierung empfehlen wir insbesondere:

  • Erklärung des Label-Verfahrens
    Beschreibt Ablauf, Voraussetzungen und einzelne Schritte des Verfahrens.
    Sie unterstützt Anbieter bei der Einschätzung, ob ihr Angebot labelbereit ist.
  • Wegleitung zum fide-Label
    Konkretisiert die Qualitätsstandards und führt Indikatoren sowie mögliche Belegdokumente auf.
  • Beurteilung der Standards D und O
    Erläutert die differenzierte Bewertung der Erfüllungsgrade.

Das fide-Label als Instrument der Qualitätsentwicklung

Das fide-Label ist mehr als eine Zertifizierung.
Es ist ein Instrument zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität von Sprachkursangeboten im Integrationsbereich.

Durch die Kombination aus:

  • strukturierter Antragstellung
  • fachlichem Audit
  • differenzierter Beurteilung
  • jährlichen Kursvisitationen

wird Qualität nicht punktuell überprüft, sondern nachhaltig begleitet.

Falls Sie sich für das fide-Label interessieren oder Fragen zum Verfahren haben, steht Ihnen die Geschäftsstelle fide gerne zur Verfügung. (label@fide-info.ch)

Sprachliche Integration aktiv mitgestalten – jetzt bewerben

Möchten Sie auch Teil unseres Teams werden und sich für Sprachförderung und sprachliche Integration in der Schweiz einsetzen?

Für die Betreuung der Prüfungsinstitutionen in der Deutschschweiz suchen wir ab dem 1. Mai 2026 eine fachlich versierte Persönlichkeit, die Qualität sichert und Verantwortung übernimmt.

Verantwortliche*r Prüfungsinstitutionen und Durchführungsqualität fide-Test & fide-Test edu Deutschschweiz (70–100 %)

Hier geht es zum Stellenangebot

Neuheit im fide-Shop: DORA-Fotokarten – Digitale Alltagswelten ins Gespräch bringen

Neuheit im fide-Shop: DORA-Fotokarten – Digitale Alltagswelten ins Gespräch bringen

Die DORA-Fotokarten wurden im Rahmen des Forschungsprojekts «Herausforderungen und Chancen der digitalen Medien bei der Förderung der Grundkompetenzen» (DORA : Défis et opportunités du numérique en formation aux compétences de base) der Universität Genf entwickelt. Das Set mit 70 Fotokarten eignet sich perfekt zum Gebrauch in Bildungsmassnahmen zu den digitalen Medien. Die Karten zeigen Situationen rund um die Benutzung digitaler Tools im Alltag und können eingesetzt werden, um Lernende zum Austausch über ihre Erfahrungen, Kompetenzen und Herausforderungen in der digitalen Welt anzuregen und Strategien und Ressourcen im Umgang mit den digitalen Medien zu entdecken.

In Kooperation mit der Universität Genf und der CRFBA (Coordination romande de la formation en compétences de base des adultes) können wir Ihnen nun die DORA-Fotokarten zur Verfügung stellen. Sie sind ab sofort für 28 CHF auf Deutsch und Französisch in unserem fide-Shop erhältlich.

Mehr Informationen zu den DORA-Fotokarten, dem Forschungsprojekt und der Partnerinstitution CRFBA  finden Sie hier:

Ziele und Verwendungsmöglichkeiten der DORA-Fotokarten

CRFBA (Coordination Romande Pour la Formation de Base des Adultes)

Aktuelle Workshops

Aktuelle Workshops

Samstag, 25. April 2026 / 09:00 – 17:00 Uhr
Bühne frei für die spielerische Erarbeitung von Sprachverwendung und Szenarien – von der Basisarbeit bis zum Rollenspiel
mit Martin Ackermann, Erwachsenenbildner, langjähriger Kursleiter DaZ, Dozent fide-Modul FZD, Schauspieler und Sprecher

Durchführungsort: Zürich

Kommunikation entsteht, wenn Stimme, Körper und Gegenüber zusammenspielen. Theater ist dabei eine der ursprünglichsten Formen des Ausdrucks: Es lädt ein, in Rollen zu schlüpfen, Geschichten erlebbar zu machen und innere Blockaden zu lösen. Im Workshop tauchen wir ins Spiel ein. Wir testen, wie wir mit gezielter Vorbereitung die Neugier und Spiellust der Teilnehmenden aktivieren und optimieren den Einsatz der eigenen Stimme. Wir arbeiten mit Körper- und Raumübungen, nutzen Elemente der Improvisation und entdecken spielerische Zugänge, die das Lernen erleichtern und vertiefen. Gemeinsam probieren wir Übungen aus und entwickeln Ideen, wie sie konkret im Unterricht umgesetzt werden können. 

Anmeldung

Anmeldefrist: 12. April 2026


Samstag, 9. Mai 2026 / 09:00 – 17:00 Uhr
Visualisieren leicht gemacht: Schnell mal etwas zeichnen, wirkungsvoll lehren
mit Irmela Vergili, Erwachsenenbildnerin, Sprachkursleiterin im Integrationsbereich Migrationsfachperson und Comic-Zeichnerin

Durchführungsort: Lernwerk Klosterzelgstrasse 28 in 5210 Brugg/Windisch

Das Visualisieren von sprachlichen Inhalten ist ein zentrales Element des didaktischen Ansatzes fide. Bilder schaffen Orientierung, unterstützen das Verstehen und machen Inhalte lebendig. In diesem praxisnahen Workshop erarbeiten wir am Flipchart ein Grundrepertoire an einfachen, farbigen Figuren mit Charakter, die sich flexibel für verschiedenste Szenarien kombinieren lassen. Alle gezeigten Techniken funktionieren ebenso gut am Whiteboard oder auf dem Screen – und: Es sind keine zeichnerischen Vorkenntnisse erforderlich. Neben dem Zeichnen entdecken die Teilnehmenden, wie das Handy als Visualisierungstool eingesetzt werden kann. Das Filmen von sprachlichen Inhalten bietet eine kreative Möglichkeit, sprachliche Produktion sichtbar zu machen und Lernende dabei zu unterstützen, das Gelernte im Alltag weiterzuverwenden. 

Anmeldung

Anmeldefrist: 26. April 2026


Freitag, 5. Juni 2026 / 09:00 – 17:00 Uhr
Empowerment der TN mit KI im szenariobasierten Unterricht
mit Sabrina Di Bella, Ausbilderin FA und SBU, Sprachkursleiterin Integration, Digital Trainerin

Durchführungsort: Bern

Künstliche Intelligenz (KI) ist in der Lebens- und Arbeitswelt vieler Teilnehmenden angekommen – oft unbemerkt, aber mit grossem Potenzial. Im szenariobasierten Unterricht kann der gezielte Einsatz von KI-Tools wie ChatGPT Lernprozesse unterstützen, Selbstwirksamkeit stärken und neue Handlungsspielräume eröffnen. In diesem Workshop entdecken Kursleitende praxisnah, wie KI ressourcenorientiert und handlungsfördernd in den Unterricht integriert werden kann. Im Zentrum steht die Frage: Wie können wir reale Situationen aus dem Alltag der Lernenden mit KI verbinden – so, dass Lernen motivierend, partizipativ und wirksam wird?

Anmeldung

Anmeldefrist: 24. Mai 2026


Wenn Sie sich nach der Anmeldefrist noch für einen Workshop anmelden möchten, dann schreiben Sie bitte ein E-Mail an daniela.knecht@fide-info.ch


Alle Workshops für 2026 finden Sie auf unserer Website.

Ein grosses Dankeschön!

Ein grosses Dankeschön!

Wir hoffen, dass Ihnen das Lesen dieses Newsletters Freude bereitet hat, und danken ganz herzlich für Ihre Aufmerksamkeit.

Die nächste Ausgabe unseres Newsletters erscheint im Juni 2026. Bis dahin wünschen wir Ihnen einen sonnigen Frühling und eine schöne Osterzeit!

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